Schulgesundheitsfachkräfte für den Regelunterricht an Schulen

Für den AWO Bezirksverband Potsdam e.V. ist eine Rückkehr zum Regelunterricht unverzichtbar. An den Schulen sollten flächendeckend Profis tätig sein – Schulgesundheitsfachkräfte. Die Warnung des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger vom Montag (Märkische Allgemeine Zeitung, 08.06.2020), wonach die Schulen zunächst die Voraussetzungen dafür schaffen müssten, damit alle Schülerinnen und Schüler wieder am Unterricht teilnehmen könnten, sei mit sogenannten Schulkrankenschwestern wesentlich besser umzusetzen, so die Vorstandsvorsitzende des Bezirksverbandes, Angela Schweers. „Lehrerinnen und Lehrer müssen entlastet werden. Das fachliche Wissen zu Hygiene- und Gesundheitsfragen sollte auch von professionellen Fachkräften vermittelt werden. In der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, welchen Gewinn dieses neue Berufsbild der Schulgesundheit für die Kinder und Jugendlichen bedeutet“.

Der Bezirksverband Potsdam der Arbeiterwohlfahrt ist Initiator und Projektträger des seit 2016 laufenden Modellprojektes „Schulgesundheitsfachkräfte an öffentlichen Schulen im Land Brandenburg“. Projektpartner sind das Brandenburger Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, das Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, die AOK Nordost – die Gesundheitskasse und die Unfallkasse Brandenburg. Das Projekt endet zum 31.12.2020. Schweers zufolge unterstützten die Schulgesundheitsfachkräfte die örtlichen Gesundheitsämter während der Schulschließung bei der Pandemie-Eindämmung. Danach berieten sie die Schulleitungen bei der Erstellung der Hygienekonzepte. „Jede Schule ist besonders, jede Schule braucht ein eigenes Hygienekonzept“.

Über ganz Brandenburg verteilt sind im Modellprojekt Schulgesundheitsfachkräfte 18 examinierte Gesundheits- und Kinder-/Krankenpflegekräfte an 27 Schulen tätig. Sie absolvierten zuvor eine Weiterbildung auf Grundlage des vom AWO Bezirksverband entwickelten Curriculums. Das Modellprojekt wird umfassend evaluiert. Die Endergebnisse sollen im dritten Quartal 2020 vorliegen.

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