Schulgesundheitsfachkräfte

Mehr Gesundheit im Schulalltag

Das Modellprojekt Schulgesundheitsfachkräfte

Im Rahmen des Modellprojektes „Schulgesundheitsfachkräfte an öffentlichen Schulen im Land Brandenburg“ sind seit Anfang 2017 Schulgesundheitsfachkräfte an ausgesuchten Modellschulen im Einsatz. Sie führen dabei vor allem Präventionsprojekte in den Klassen durch und versorgen die Kinder und Jugendlichen bei Verletzungen oder akuten Erkrankungen. Ende 2018 entschieden die Projektpartner - das damalige Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, die AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, die Unfallkasse Brandenburg und der Projektträger AWO Bezirksverband Potsdam e.V. – das zunächst auf zwei Jahre laufende Projekt bis Ende 2020 zu verlängern.

Die Projektphase IV endet jetzt zum 31.12.2020. Wichtigste Neuerung ist, dass acht zusätzliche Schulgesundheitsfachkräfte eingestellt wurden und auch die Zahl der Modellschulen von 20 auf 27 Schulen erhöht wurde. Damit erhalten nun noch einmal deutlich mehr Kinder und Jugendliche eine bessere gesundheitliche Betreuung. Die examinierten Gesundheits- und Kinder- / Krankenpflegekräfte haben zu Beginn ihrer Tätigkeit an den Schulen eine Weiterbildung durchlaufen. Grundlage dafür ist das evaluierte und überarbeitete Curriculum des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. Auch die Prokeltphase IV wird umfassend evaluiert.

Die Ergebnisse der bisherigen Evaluationen zum Modellprojekt in Phase III wurden am 4. Oktober 2018 auf einer Fachtagung im Dorint-Hotel in Potsdam vorgestellt. Die Präsentationen und weitere Dokumente können hier heruntergeladen werden.

Seit gut zehn Jahren setzt sich der AWO Bezirksverband Potsdam e. V. dafür ein, dass an den öffentlichen Schulen wie in fast allen europäischen Ländern Schulgesundheitsfachkräfte etabliert werden. In Brandenburg setzt die Landesregierung seit Jahren einen Schwerpunkt im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung, wie etwa durch das Bündnis „Gesund Aufwachsen in Brandenburg“. Die im Bündnis vertretenen Akteure unterstützten früh die Initiative des AWO Bezirksverbandes Potsdam.

Grundlage für die Umsetzung des Modellprojektes im Bundesland Brandenburg sowie in dem Partnerland Hessen waren die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie (Projektphase I) und die Erstellung eines Curriculums zur Qualifizierungsmaßnahme für examinierte Gesundheits- und Kinder/- Krankenpflegekräfte zu Schulgesundheitsfachkräften (Projektphase II) durch den AWO Bezirksverband Potsdam e. V.. Ende 2016 startete dann die erste Weiterbildung von Schulgesundheitsfachkräften, welche schließlich ab Februar 2017 an ihren Modellschulen im Land Brandenburg tätig wurden (Projektphase III). 2018 wurde das evaluierte Curriculum überarbeitet und in der 2. Auflage veröffentlicht.

Ziel des Projektes ist es weiterhin zu prüfen, welchen Beitrag die Schulgesundheitsfachkräfte zur Gesundheit und zum Bildungserfolg an allgemeinbildenden Schulen leisten können und unter welchen Voraussetzungen ein zukünftiger regelhafter Einsatz funktionieren könnte.

Dem Einsatz der Schulgesundheitsfachkräfte liegt der durch Studien vielfach belegte Gedanke zugrunde, dass es einen Zusammenhang zwischen dem gesunden Aufwachsen von Kindern und ihrem Bildungserfolg gibt. Die 27 Modellschulen liegen in den sechs Landkreisen Elbe-Elster, Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Barnim, und Ostprignitz-Ruppin sowie in den kreisfreien Städten Cottbus, Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder).

Ansprechpartner

Gudrun Braksch

Leiterin Projekte
FAX +49 33173041780

Stefan Engelbrecht

Koordination Schulgesundheitsfachkräfte
FAX +49 33173041780
MOBILE +49 16097074629
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